EU-Sanktionsliste und OFAC: was prüft welches Werkzeug

Wer international handelt, hört neben der EU-Sanktionsliste schnell auch Begriffe wie OFAC, OFSI oder SECO, und die vier Namen stehen nicht für dasselbe. Die konsolidierte Finanzsanktionsliste der EU, auch Financial Sanctions Files genannt, veröffentlicht die Europäische Kommission und erfasst Personen, Gruppen und Organisationen, deren Gelder innerhalb der Union eingefroren werden. OFAC ist die amerikanische, OFSI die britische und SECO die schweizerische Behörde mit jeweils eigenen, von der EU-Liste unabhängigen Sanktionslisten, ebenso wie die Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats selbst, deren von der EU übernommene Listungen zwar in der EU-Liste stehen, deren eigener Bestand aber ein eigenes Dokument bleibt. Das kostenlose Werkzeug, das ARLing am 26. September 2026 veröffentlicht hat, gleicht eine hochgeladene Partnerliste ausschließlich gegen die konsolidierte Liste der EU ab, direkt im Browser und ohne Upload der Datei. Dieser Text ordnet die vier Listen ein und zeigt, was das ARLing-Werkzeug prüft und was nicht.

Vier Behörden, vier Listen

Die EU-Liste selbst übernimmt zwar Listungen des UN-Sicherheitsrats, doch die Liste des Sicherheitsrats bleibt daneben ein eigenes Dokument, das nicht automatisch deckungsgleich mit der EU-Liste ist. Die USA führen mit OFAC, das Vereinigte Königreich mit OFSI und die Schweiz mit SECO jeweils eigene Sanktionslisten, die von der EU-Liste unabhängig sind.

Was das ARLing-Werkzeug prüft

Das Werkzeug arling.sk/sanktionslisten/ gleicht eine hochgeladene Excel- oder CSV-Liste mit bis zu 5.000 Zeilen ausschließlich gegen die konsolidierte Finanzsanktionsliste der EU ab, direkt im Browser der nutzenden Person, ohne Konto und ohne dass die Datei irgendwohin geschickt wird. Zu jedem Treffer zeigt das Ergebnis einen Score von 0 bis 100, den Grund der Übereinstimmung und den Stand der geprüften Liste.

Was das Werkzeug nicht prüft

Nicht geprüft werden die Liste des UN-Sicherheitsrats selbst, OFAC, OFSI und SECO, sektorale Beschränkungen wie die Verordnung (EU) Nr. 833/2014, Exportkontrolle und Embargos, ebenso wenig wie Anschriften, Geburtsdaten, Registernummern oder Schiffe. Dieselbe EU-Liste durchsucht auch die kostenlose amtliche Suche FiSaLis von IT.NRW, dort jeweils nur einen Namen pro Suche.

Was ein Treffer bedeutet

Ein Treffer beim Namensabgleich bleibt ein Hinweis zur weiteren Prüfung, kein Nachweis, und kein Treffer ist keine Freigabe, für alle hier genannten Listen. ARLing s. r. o. beschreibt sich dabei als Softwarefirma mit Sitz in Bratislava, keine Kanzlei und keine Behörde.

Häufig gestellte Fragen

Deckt die EU-Sanktionsliste automatisch auch OFAC ab?

Nein. OFAC ist die amerikanische Behörde mit einer eigenen, von der EU-Liste unabhängigen Sanktionsliste, und das ARLing-Werkzeug gleicht ausschließlich gegen die konsolidierte Liste der EU ab.

Reicht die EU-Liste für Geschäfte mit UN-gelisteten Personen?

Von der EU übernommene UN-Listungen stehen in der EU-Liste, die Liste des UN-Sicherheitsrats selbst bleibt daneben aber ein eigenes Dokument.

Gibt es ein kostenloses Werkzeug, das mehrere Listen auf einmal prüft?

Das Werkzeug von ARLing prüft ausschließlich die konsolidierte Finanzsanktionsliste der EU; für OFAC, OFSI oder SECO ist es nach eigener Beschreibung nicht gedacht.

Fazit

Wer die EU-Liste abgleichen möchte, deckt diesen Teil mit dem Werkzeug von ARLing ab; für US-Bezug, britischen oder schweizerischen Bezug bleiben OFAC, OFSI und SECO jeweils eigene, hier nicht geprüfte Listen. Die Prüfung gegen die EU-Liste steht kostenlos auf der Seite Sanktionslisten-Check von ARLing.

Quellen. Die Fakten in diesem Text sind nach unserer internen Faktenliste nummeriert und zum Veröffentlichungsdatum geprüft. ARLing ist keine Bank; ein sauberes Prüfergebnis ist keine Garantie, dass die Bank die Zahlung annimmt. Sollte sich eine Quelle inzwischen geändert haben, schreiben Sie an support@arling.sk, wir korrigieren diese Seite.